Simon Geissbühler
Diplomat | Dr.rer.soc.
NEU: Anfang 2013 publizierte der Schöningh-Verlag mein neues Buch „Blutiger Juli. Rumäniens Vernichtungskrieg und der vergessene Massenmord an den Juden 1941”: Anfang Juli 1941 begann Rumänien an der Seite Deutschlands seinen Vernichtungskrieg im Osten. In den ersten Kriegstagen kam es in der Nordbukowina und in Bessarabien zu Massenmorden an der jüdischen Bevölkerung. Täter waren meist rumänische Soldaten und Gendarmen. Vielerorts beteiligten sich die Nachbarn der Juden an den Massakern oder initiierte selbst Pogrome.
Simon Geissbühler schildert die antisemitische Radikalisierung im Rumänien der Zwischenkriegszeit und rekonstruiert minutiös die bislang kaum untersuchten blutigen Ereignisse des Sommers 1941. Er analysiert die Motive und Handlungsspielräume der Täter und fügt die wenigen Zeugnisse zusammen, die vom Leiden der Opfer berichten. Die Suche nach der Erinnerung an die jüdische Geschichte und den Holocaust in Rumänien macht der Autor zum Thema des letzten Teils des Buches. Beeindruckende Fotografien verfallender Mahnmale, Massengräber und Friedhöfe zeigen: Viel ist nicht geblieben; die jüdische Vergangenheit wurde weitgehend aus der öffentlichen Wahrnehmung verbannt. Ein eindringliches Buch, das durch den Blick aufs Detail neue Einsichten in die regionalen Variationen des Holocausts in Osteuropa eröffnet und die historische Analyse mit dem kritischen Blick auf die Gegenwart verbindet.
Im Israel Journal of Foreign Affairs VI: 3 (2012) wurde mein Artikel Staring at the Past with Eyes Wide Shut: Holocaust Revisionism and Negationism in Romania publiziert.
Zusammen mit meinem Kollegen Niculin Jäger habe ich am 22.8.2012 in der Neuen Zürcher Zeitung einen Beitrag mit dem Titel Der Botschafter - das (un)bekannte Wesen veröffentlicht.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (7.7.2011) und der New Yorker Forward (29.4.2011 und 21.6.2011) schreiben über meine Bücher:
Jedoch die alte Frau kann sterben
Like Shells on a Shore
Forgotten History