SIMON GEISSBÜHLER

Diplomat | Dr.rer.soc.


Anfang April 2014 habe ich im ibidem-Verlag in Stuttgart den Sammelband „Kiew –Revolution 3.0. Der Euromaidan 2013/14 und die Zukunftsperspektiven der Ukraine“ publiziert. Mitgearbeitet haben an dieser Veröffentlichung Ariel Cohen, Ivan Benovic, Paul Flückiger, Gerhard Gnauck, Rudolf Hermann, Wojciech Konończuk, Taras Kuzio, Ludmila Lutz-Auras, Jakob Mischke, Mykola Rjabtschuk sowie Lilia Shevtsova.

Im September 2014 erscheint beim Stämpfli-Verlag mein Buch „Die Schrumpf-Schweiz. Auf dem Weg in die Mittelmässigkeit“: Es geht der Schweiz im internationalen Vergleich nicht schlecht. Untergangsszenarien und Niedergangsphantasien sind fehl am Platz. Wir scheinen aber nicht mehr so genau zu wissen, wer wir sind und was wir wollen. Der gesellschaftliche Minimalkonsens ist brüchig geworden. Der Schweizer (Sozial-)Staat wurde kontinuierlich ausgebaut. Moralpolizisten wachen über die Einhaltung der Vorschriften des politisch Korrekten und Guten. Das Recht, in Ruhe gelassen zu werden, und die Selbstverantwortung werden zunehmend beschnitten. Der Wohlstand in der Schweiz dürfte mit der ausufernden Regulierung der Wirtschaft und der Verschlechterung der Rahmenbedingungen schrumpfen. Wir benötigen mehr Freiheit. Aber der Hochseetanker Schweiz lässt sich nicht so einfach von seinem Kurs abbringen. Dieser Tanker wird nicht untergehen, doch die Schweiz wird normaler und durchschnittlicher. Es scheint, als wollten und wünschten wir uns genau das: „normaler“ und „durchschnittlicher“ zu sein. Das ist legitim, hat jedoch Konsequenzen: Willkommen in der Schrumpf-Schweiz!